Veranstaltungen des Berliner Afrikakreises

13.09.2018: Thema: Arbeitsmigration aus Afrika – Realitäten zwischen Panikmache und Zweckoptimismus, Berlin

13.09.2018: Thema: Arbeitsmigration aus Afrika – Realitäten zwischen Panikmache und Zweckoptimismus, Berlin

BERLINER AFRIKAKREIS

Liebe Afrikainteressierte,

hiermit laden wir Sie sehr herzlich zum nächsten Berliner Afrikakreis der Initiative Südliches Afrika (INISA e.V.) in Kooperation mit dem Berliner Afrikahaus ein.

Thema: Arbeitsmigration aus Afrika – Realitäten zwischen Panikmache und Zweckoptimismus

Donnerstag, 13.09.2018 um 19:00 Uhr im Afrikahaus, Bochumer Straße 25, 10555 Berlin (U-Bahn Turmstraße)

Referenten:

  • Prof. Dr. Robert Kappel (Präsident emeritus GIGA Institut für Afrika-Studien, Hamburg)
  • Prof. Dr. Theo Rauch (Geographisches Institut, FU Berlin)

Diskutantin: Judith Ohene (Geschäftsführerin Weltfriedensdienst e.V.)

Moderation: Frank Gries (INISA e.V.)

Download Programm: 2018_09_13_INISA_Afrikakreis-Arbeitsmigration.pdf

Die Diskussion um (Arbeits)Migranten aus Afrika ist emotional stark aufgeladen: Einerseits existiert die Furcht vor einer massenhaften Migration afrikanischer Menschen auf der Flucht vor materieller Not und Perspektivlosigkeit durch die Sahara mit einem angeblich verheißungsvollen Europa als Zielort. Diese Sicht ist meist verknüpft nach einem weiteren Ausbau restriktiver Einreisebestimmungen und Grenzkontrollen.

Die andere Sicht hält dies für unbegründete Panikmache und verweist darauf, dass auch die meisten afrikanischen Menschen einem Leben in vertrauten Lebenswelten den Vorzug geben. Zudem habe es sich auch in Afrika herumgesprochen, dass die Chancen in Europa für Zuwanderer eher gering, das Leben dort problematisch sei und dass sich auch südlich der Sahara vielerorts verstärkt positive Zukunftsperspektiven auftun.

Was sagen die Fakten? Worauf deuten die Statistiken hin? Was lässt sich aus konkreten Beobachtungen vor Ort schließen und was sagen Menschen in Afrika selbst hierzu? Darüber soll aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert werden. Bei dem Versuch einer Beantwortung dieser Fragen geht es auch um die Grundannahmen für eine ebenso humanistische wie realistische Migrationspolitik: Ist die Forderung nach uneingeschränkter globaler Freizügigkeit Utopie?

Worin bestehen migrationspolitische Alternativen zur „Festung Europa“ und damit zum massenhaften Sterben in der Sahara und im Mittelmeer? Diese und weitere Fragen wollen wir mit Ihnen und den Referenten diskutieren. Wir hoffen auf einen spannenden Abend und freuen uns über Ihr Interesse.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Baumert
INISA e.V.
www.inisa.de

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