Veranstaltungen des Berliner Afrikakreises

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24.05.2016: Marokko – ein sicheres Herkunftsland? Berlin

24.05.2016: Marokko – ein sicheres Herkunftsland? Berlin

Vergangene Woche hat der deutsche Bundestag für die Einstufung Marokkos als sicheres Herkunftsland gestimmt. Über die Lage der Menschrechte, Presse-, Rede- und Meinungsfreiheit sowie über die politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung in Marokko möchten wir mit dem Journalisten Ali Anouzla sprechen.

Ali Anouzla ist bekannt für seine kritische Berichterstattung über König Mohammed VI.. Er hat sich unter Marokkos Politikern und Militärs mächtige Feinde geschaffen, weil er, allen Drohungen zum Trotz, immer wieder über politische und soziale Missstände in seiner Heimat berichtete. Als Reaktion auf seinen unermüdlichen Einsatz für demokratische Reformen und die Einhaltung der Menschenrechte erhielt der Journalist immer wieder auch Morddrohungen.

Zuletzt musste er sich Anfang Februar dieses Jahres gegen den Vorwurf verteidigen, die innere Sicherheit Marokkos mit einem – nachweislich falsch übersetzten – Interview mit der Bild Zeitung gefährdet zu haben. In dieser Angelegenheit drohen dem Journalisten bis zu fünf Jahre Haft. Andere gegen ihn anhängige Prozesse – darunter der haltlose Vorwurf der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung – könnten Ali Anouzla sogar für Jahrzehnte hinter Gitter bringen.

Wir hoffen auf einen spannenden Abend!

Beste Grüße
INISA e.V.

Foto: CABANE PECHEUR MAROC AGADIR, davidolivier2011 (Fotolia)

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02.03.2016: Wieviel Klasse hat die afrikanische Mittelklasse? Berlin

02.03.2016: Wieviel Klasse hat die afrikanische Mittelklasse? Berlin

 

Dem Schlagwort „Africa Rising“ folgte die Entdeckung der afrikanischen Mittelklasse als Hoffnung auf eine bessere Zukunft für den Kontinent. Was es damit auf sich hat und wie viel Erklärungswert diese Diskurse bieten, untersuchen und erörtern die beiden Referenten aus sich ergänzenden wirtschaftspolitischen und soziologischen Perspektiven. Dabei wird der tendenzielle Mythos solch vereinfachender und pauschalisierender Schlagworte aufgezeigt, die eine fundierte Analyse der spezifischen gesellschaftlichen Verhältnisse vermissen lassen.

Robert Kappel war Professor am Institut für Afrikanistik der Universität Leipzig und Präsident des German Institute of Global and Area Studies, Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien (GIGA) in Hamburg. Henning Melber war Forschungsdirektor am Nordic Africa Institute und Direktor der Dag Hammarskjöld Stiftung in Uppsala und ist Professor an den Universitäten von Pretoria und des Freistaats in Bloemfontein.

Wir hoffen auf einen spannenden Abend und freuen uns über Ihr Interesse.

 

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10.02.2016: Burkina Faso – eine Jugend in Bewegung, Berlin

10.02.2016: Burkina Faso – eine Jugend in Bewegung, Berlin

Nach langjährigen und diversen Protesterfahrungen in Burkina Faso formierten sich 2013 die unterschiedlichen Protestbewegungen, u.a. Balai citoyen („Besen der Bürger“) und Ca suffit!, die sich gegen den Versuch des damaligen Präsidenten, Blaise Compaoré, seine Amtszeit um ein weiteres Mandat zu verlängern, auflehnten. Mit diversen Protestaktionen und einem breiten Bündnis aus zivilgesellschaftlichen und vor allem gewerkschaftlichen Akteuren gelang es den Protestierenden, die Abstimmung über die Verfassungsänderung zu verhindern und Compaoré zum Rücktritt zu bewegen. Selbst der Putschversuch der Präsidentengarde im September 2015 konnte abgewehrt und ein friedlicher Übergang durch Wahlen gewährleistet werden. Wir wollen die vergangenen Ereignisse einordnen, kritisch beleuchten sowie die zukünftigen Herausforderungen, denen der westafrikanische Staat gegenüber steht, diskutieren.

Stellt die Wahl im November 2015 einen politischen Neuanfang dar? Inwiefern lassen sich diese Entwicklungen demokratietheoretisch einordnen? Wie lassen sich die Forderungen der Protestbewegungen umsetzen und welche (strukturellen, institutionellen, personellen) Hürden bestehen für ihre Umsetzung? Ist der Erfolg der Bewegung auf andere Staaten Westafrikas übertragbar und sind erste Erfolgsfaktoren erkennbar?

Diese und weitere Fragen wollen wir mit Ihnen und den Referenten diskutieren.
Wir hoffen auf einen spannenden Abend und freuen uns über Ihr Interesse.

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17.12.2015: Klimagerechtigkeit: Die afrikanische Perspektive – nach der Klimakonferenz, Berlin

17.12.2015: Klimagerechtigkeit: Die afrikanische Perspektive – nach der Klimakonferenz, Berlin

Die Länder Afrikas leiden besonders unter den Klimaveränderungen, die bereits heute spürbar sind. Der Rückgang von Süßwasserreserven und der Nahrungsmittelproduktion sowie die Zunahme von Wetterextremen wie Dürren und Fluten in deren Folge es zu verstärkter Migration kommt, gehören zu den unmittelbaren Folgen. Den Staaten bzw. Bewohnern stehen zudem zu wenige Ressourcen zur Verfügung, um geeignete Maßnahmen zur Linderung bzw. Vermeidung der Effekte zu ergreifen.

Bisher galten 2 Grad Erderwärmung gegenüber dem vorindustriellen Niveau als unbedingt einzuhaltende Grenze, auf die sich die meisten Diskussionen fokussierten. Doch es mehren sich die Stimmen, die fragen, ob das reichen wird? Der ägyptische Präsident al-Sisi erklärte auf der Auftaktveranstaltung der Pariser Klimakonferenz, dass die afrikanischen Länder ein Ziel von maximal 1,5 Grad Erderwärmung im geplanten Weltklimaabkommen verankern wollen. Zudem forderte er deutlichere Finanzzusagen: Auch vor 2020 sollten den ärmeren Ländern jährlich 100 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden.

Eine der weiteren in Paris thematisierten Herausforderungen ist der Ausbau der Stromversorgung: Eine Reihe afrikanischer Staaten haben in Paris einen Plan vorgestellt, ganz Afrika mit Strom aus sauberen, regenerativen Energiequellen zu versorgen, wozu massiv in die Entwicklung der Wind- und Solarkraft in Afrika investiert werden müsse.

Diskutieren wollen wir über Umfang und Qualität internationaler Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsprojekte mit klimapolitischer Relevanz. Wie steht es um Ideen und Forderungen für eine klimapolitisch wirksame Entwicklungszusammenarbeit (Förderung des Rechts auf Entwicklung, Förderung eines emissionsarmen Wachstums, hinreichende Berücksichtigung von Schutz der regionalen Ressourcen und Naturschätze)? Diese und weitere Fragen wollen wir mit Ihnen und den Referenten diskutieren.

Wir hoffen auf einen spannenden Abend und freuen uns über Ihr Interesse.

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27.10.2015: Angola in der Krise?, Berlin

27.10.2015: Angola in der Krise?, Berlin

Die Phase nach dem Ende des Bürgerkriegs 2002 war geprägt von politischer Stabilisierung und – getrieben vom Erdölboom – einer der höchsten Wirtschaftswachstumsraten der Welt.

Mit einer schweren Wirtschaftskrise seit dem Einbruch des Erdölpreises, einem als unfrei klassifizierten Regierungssystem, der Veruntreuung des Großteils von Staatseinnahmen aus dem Rohstoffsektor sowie dem autoritären Vorgehen der Regierung gegen kritische Stimmen der Zivilgesellschaft und der Opposition, scheint die allgemeine Situation in Angola zunehmend ernst und von politischen sowie sozialen Spannungen geprägt zu sein.

Das Europäische Parlament sah sich am 10. September 2015 zu einer Entschließung veranlasst und stellte u.a. fest, „dass die angolanische Regierung in den vergangenen Monaten immer schärfer gegen alle vorgegangen ist, die vermeintlich gegen ihre Macht aufbegehrten, und damit gegen die in der angolanischen Verfassung verankerten Menschenrechte verstoßen hat; dass Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit in Angola weiterhin beschnitten werden und dass es wachsenden Anlass zur Besorgnis gibt, dass Militär und Geheimdienste zu den treibenden Kräften hinter der Festnahme und Verfolgung von Menschenrechtsverfechtern geworden sind“. Das Europäische Parlament ist entsprechend „äußerst besorgt über die sich rasch verschlechternde Lage, was die Menschenrechte, Grundfreiheiten und den demokratischen Freiraum in Angola betrifft, sowie über die schwerwiegenden Übergriffe der Sicherheitskräfte und die mangelnde Unabhängigkeit der Justiz“.

Wir wollen über die aktuelle politische Situation in Angola und den Umgang externer Akteure mit der Regierung diskutieren und freuen uns auf einen interessanten Abend!

Mit besten Grüßen

Rene Gradwohl

INISA e.V.

 

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