INISA Stipendiaten 2011: Thulani Ndlovu und Lameck S. Saka

INISA Stipendiaten 2011: Thulani Ndlovu und Lameck S. Saka

INISA‐Mitglied Lisa Heemann mit Thulani Ndlovu in Johannesburg / INISA‐Vorsitzender Andreas Baumert mit Lameck Saka in Bellville

Auch im Jahr 2011 haben uns wieder zwei Bewerber um das INISA Stipendiatenprogramm mit ihrem Werdegang und ihrer Motivation überzeugt. Thulani Ndlovu und Lameck Saka streben im Studium nicht nur persönlichen Erfolg an, sondern verfolgen mit ihrer Ausbildung auch ein gesellschaftliches Projekt. 

Thulani Ndlovu stammt aus Bulawayo/Simbabwe und studiert an der Witwatersrand Uni in Johannesburg Jura. Er hatte in Simbabwe zunächst Journalismus gelernt, sich nach einem Praktikum bei der staatseigenen Zeitung „Chronicle“ aber entschieden, Jura zu studieren. „Ich wollte mich nicht als Werkzeug für Hass und Propaganda benutzen lassen, sondern mich für Gerechtigkeit einsetzen.“ Neben dem Studium ist er aktiv bei „Students for Law and Social Justice“, die Bewohnern in Armenvierteln über ihre Menschenrechte informiert und ihnen bei Konflikten

mit Behörden hilft.

Mittelfristig möchte Thulani wieder nach Simbabwe zurück und hofft, dass auch dort wieder Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte durchgesetzt werden können.

Unser zweiter Stipendiat Lameck Saka stammt aus Malawi und studiert im zweiten Jahr „Occupational Therapy“ (Rehabilitations/Medizin/Ergotherapie) an der University of the Western Cape in Bellville bei Kapstadt. Vor seinem Studium hat Lameck bereits mehrere Jahre als Pfleger in einem Medical Centre der SOS-Kinderdörfer in Malawi gearbeitet, vorrangig mit behinderten Kindern. „Ich war fasziniert davon, wie auch schwerbehinderte Kinder mit den richtigen Therapien Fähigkeiten für ein selbstbestimmtes Leben erlernen konnten. Aber mir fehlte die Qualifikation, diesen Menschen wirklich zu helfen,“ beschreibt Lameck seine Motivation.

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Darüber hinaus nimmt in Ländern wie Malawi die Zahl Behinderter zu, weil die schlechte Gesundheitsversorgung bei Kranken und Unfallopfern oft zu Behinderungen führt, aber jenseits akuter ärztlicher Hilfe kaum Angebote für Behinderte hat. „In Malawi gibt es etwa 6 Ergotherapeuten, 20 Physiotherapeuten und keinen Sprachtherapeuten. Wir sind von ausländischen Freiwilligen abhängig, die aber immer nur kurze Zeit vor Ort sind,“ beklagt Lameck die Situation, an der er etwas ändern möchte. Für die Zukunft wünscht er sich, dass in Malawi eine Schule für Occupational Therapy gegründet wird, damit erstmals Fachkräfte im Land ausgebildet und nachhaltige Therapieangebote aufgebaut werden können.

Wir möchten auch im kommenden Jahr wieder einen oder zwei Studierende im südlichen Afrika unterstützen. Studiengebühren von etwa 20.000 Rand im Studienjahr bilden für viele talentierte junge Afrikaner eine kaum überwindbare Hürde. Dank der langjährigen guten Zusammenarbeit mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), der unsere Ausschreibung über sein Lektorennetzwerk und über die Financial Aid Offices der Unis weiterleitet und bewirbt, findet unsere Ausschreibung eine weite Verbreitung. Zudem hilft uns der DAAD bei einer ordnungsgemäßen Abwicklung des Stipendienprogramms und bei der persönlichen Betreuung
der Stipendiaten vor Ort.

Für Ihre bisherige Unterstützung möchten wir uns auch im Namen von Thulani und Lameck herzlich bedanken und Sie auch für die Weiterführung des Stipendiums um großzügige Hilfe bitten.
Bitte unterstützen Sie uns weiterhin mit Ihrer Spende, denn unsere Stipendiaten sind auf Ihre Hilfe angewiesen.

Dabei können Sie sich darauf verlassen, dass Ihre Spende zu 100 Prozent dem Studium der Stipendiaten zugutekommt, da die INISA vollständig ehrenamtlich arbeitet.

Bitte überweisen Sie Ihre Spende auf das Konto

Initiative Südliches Afrika
Kontonummer 7436
Sparkasse Holstein, BLZ 213 522 40

Spenden sind steuerlich absetzbar, Spendenquittungen werden ausgestellt.

Herzliche Grüße

Andreas Baumert                Sebastian Seedorf
- Vorsitzender -            - Stipendienkoordinator -

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